10 Jahre Wirtschaftsjunioren Görlitz e.V.

vom 27.09.2018

„Unsere Vereinssituation ist anspruchsvoll.“

Sind wir wirklich schon so alt? Leider hat das neue Wassersportgerät SUP (Standup paddling), das uns Dennis Weichert von der Symphonie der Freizeit bereitstellte und erklärte, nicht alle reizen können und wenn, dann eher die jüngeren unter uns. Doch der Mut, neues zu probieren, sollten gerade wir Wirtschaftsjunioren besitzen, auch wenn wir dabei erst mal auf unsicheren Beinen stehen und Gefahr laufen, ins kalte Wasser zu fallen. Unser Kreissprecher weiß wie es geht. 

Danach ging es zur „Insel der Sinne“ am Berzdorfer See. Geschäftsführerin Ina Lachmann stellte uns das Areal und ihr Geschäftskonzept vor und lud jeden ein, die Räumlichkeiten des Hotels zu besichtigen. Ruhe, Wellness und Entspannung über alle Jahreszeiten hinweg werden hier groß geschrieben.

Zeit für eine Bilanz:
15.04.2008 gegründet sich der Verein erneut und startete sehr aktiv. Wirtschaftswissen im Wettbewerb, Azubi Check, Unterstützung im LEX Gründerwettbewerb, Unternehmens- und Gründerplanspiele, 1000 Chancen (WJD Projekt), Unternehmerforum Oberlausitz und nicht zuletzt die MIRKO 2017, die alle unsere Kräfte über ein Jahr mobilisierte, trugen zur positiven Wahrnehmung der Wirtschaftsjunioren im Landkreis bei. Danach wurde es ruhiger, was nach so einem Marathon kein Wunder ist.
Unser Kreissprecher David Sauer beleuchtete die Vereinslage:


Was sind unsere Stärken?
Die Wirtschaftsjunioren bieten ein hohes Know-How und ein breites deutschlandweites Netzwerk, und damit die Möglichkeit, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Sie öffnen Türen zu Landes- und Bundespolitik und lassen junge Wirtschaftsteilnehmer an Erfahrungen und Wissen gestandener Unternehmer und Führungskräften teilhaben.

Worin können wir uns noch verbessern (Schwächen)?
Ein Verein lebt von der Initiative jedes Einzelnen. Und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Was sind die Ursachen für eine sinkende Vereinsaktivität und Motivation? Was können wir tun, um wieder junge Unternehmer und Führungskräfte für uns zu begeistern? Sind wir relevant genug?
Doch diese Fragen stellen nicht nur wir uns, sondern so ziemlich jeder WJ-Kreis in Deutschland, so die Aussagen auf der BUKO 2018.

Welche Chancen haben wir?
Warum sind wir dem Wirtschaftsjunioren Görlitz e.V. beigetreten?
War es der berufliche Wandel, der Sprung in die Selbständig oder eine neue Führungsposition, der neue Fragen mit sich brachte? Neue Netzwerke und die Erfahrungen anderer helfen die neue Herausforderung zu meistern?
Suchte man eine Plattform für persönliche Entwicklung? Bei Teamevents, wie sich gemeinsam auf einem SUP vorwärts zu bewegen oder im Themenbereich der Digitalisierung hätten man die Chance mitzuwirken, zu unterstützen und im Gegenzug selbst viel dabei zu lernen.

Mit welchen Risiken müssen wir umgehen?
Wie trifft uns der Strukturwandel in Form von sinkendem Anteil junger Menschen in der Region oder der Schließung regionaler großer und mittelständischer Unternehmen.
Auch die sinkende Anzahl an Unternehmensgründung bzw. die Bedingen dafür können ein Risiko darstellen.

Fazit: „Unsere Vereinssituation ist anspruchsvoll.“

Frank Großmann, ehem. Gründungs- und Ehrenmitglied der Wirtschaftsjunioren Görlitz und Geschäftsstellenleiter der IHK Dresden in Görlitz, erinnerte noch einmal an den Grundgedanken der Wirtschaftsjunioren.
„Die Motivation sollte aus dem WIR kommen, nie aus dem ICH, denn nur wenn wir das WIR als WJ wieder finden, funktioniert der Verein und kann das einzigartige der Wirtschaftsjunioren zeigen. Wir brauchen regionale Nähe und das Wissen von einander, um miteinander agieren zu können. Dabei sollte auf eine gleiche Wertvorstellung der Mitglieder geachtet werden, damit die Exklusivität der WJ gewahrt wird.“
Frank wünscht sich von den Wirtschaftsjunioren Görlitz eine gemeinsame Sinnstiftung und wieder eine engere Zusammenarbeit mit der IHK, denn nur wenn der Sinn der Organisation sichtbar wird, kann sie auch andere überzeugen.

Damit haben wir große Aufgaben vor uns:
Warum gibt es uns? Warum braucht es uns? Wie können wir uns (wieder) neu erfinden? Wollen wir die Konsumentenhaltung forcieren oder zu Prosumern werden, die sichtbar und aktiv mitgestalten?

Nutzen wir unser Stärke, über den Tellerrand hinaus zu schauen! Sehen wir unsere Schwächen als Chance. Minimieren wir die Risiken.

Peter Stange der WJ Bautzen und Landesvorstand Bereich Politik gratulierte uns mit einer WJ-Weinflasche zum Geburtstag und erinnerte noch einmal daran, dass gemeinsame Aktivitäten den Zusammenhalt im Verein ungemein stärken, wie er es selbst am Projekt „Spreehotel“ in seinem Landkreis erleben konnte.


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