So wars am Bärwalder See

vom 10.06.2011

Wenn einer eine Reise machst, dann kann er was erleben. So auch wir. Die Görlitzer Wirtschaftsjunioren wagten mal wieder einen Blick über die Stadtmauern, diesmal in den vielfach unbekannten Norden des Landkreises zum Bärwalder See. Dazu wurde ein Bus gebucht - finde ich immer prima. In einem Bus kann man sich warm reden, die letzten Geschäfte besprechen, schlafen, sich Umwelt bewusst fortbewegen oder auch durch das Fenster noch nie gefahrene Wege und Dörfer inspizieren. Schon die Anreise zum Einsammeln zweier Dorfbewohner über Klein Priebus war nicht einfach. ?œber Niesky ist nicht die kürzeste Strecke durften alle Mitreisenden am eigenen Leib erleben, viel besser ist die über Rothenburg. Auch die Ausschilderung zum Bärwalder See war (noch) nicht gegeben. Die Verspätung sollte sich aber für unsere Open Air Veranstaltung als Vorteil erweisen. Denn wie so oft im Leben kann sich gut in schlecht wandeln und umgekehrt. Mit unserer Ankunft konnten wir die selbst angereisten und wartenden Juniorinnen und Junioren in den vorerst letzten Regentropfen begrü?Ÿen.
An der Boxberger Aussichtsplattform gab uns Roman Krautz, Seenentwickler der Gemeinde Boxberg, einen ?œberblick über das touristische Konzept der sich noch in Entwicklung befindenden Ferienregion am südöstlichen Zipfel des Lausitzer Seenlandes. Auch die reichste und viertgrö?Ÿte Gemeinde Sachsen (nach Leipzig, Dresden, Chemnitz) hat da ihre Schwierigkeiten. Man solle doch nicht das ganze schöne Geld im See versenken, sondern sich lieber um seine vielen, vielen Ortsteile kümmern. So der Tenor einiger Kritiker. Ein wenig neidisch wird da schon gen Berzdorfer See geblickt, der direkt an einer gro?Ÿen Stadt liegt, während hier ?€žalles Dorf ist?€œ. Am Berzdorfer See wäre man sicher froh, wenn man nur dieses kleine Problemchen hätte.
Nach einem kurzen Abstecher ins Theater im Ohr ging es dann ca. 12 km per Fahrrad in die Hafenklause nach Klitten am gegenüberliegenden Ufer. Die Letzten sollten diesmal die Ersten sein, die der wieder einsetzende Regen traf. Teilweise vollkommen erschöpft und nah an der Leistungsgrenze blitzte in den Augen der Helden nur noch eins: Hunger. Es erwarteten uns neben Steak, Wurst und Nudelsalat aber auch noch Holm Gro?Ÿe und Lars Neitzel von der Marketing Gesellschaft Oberlausitz. Während die Sonne lieblich vor der Kraftwerkskulisse unterging, gab?€™s neben harten Fakten zum Wirtschaftszweig Tourismus in der Oberlausitz auch Philosophien und Visionen. So viel auf einmal zum Feierabend, das gibt?€™s nur bei uns. Vielen Dank allen dafür.

Arielle Kohlschmidt


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