WJ Görlitz bei Skoda - Werksbesichtigung in Mlada Boleslav

vom 23.05.2013

Ein Reisebericht garniert mit vielen Daten und Fakten. 16 WJ?€™ler brachen am heutigen 23.05.13 in den frühen Morgenstunden auf nach Mladá Boleslav (deutsch Jungbunzlau) um die Skoda-Werke zu besichtigen.



Eingeladen und organisiert hatte den Ausflug unser WJ-Mitglied und Vorstand Raimund Kohli. Angekommen in der 44.000 Einwohnerstadt kam man aus dem Staunen kaum noch heraus. Man kann getrost von einer Autostadt sprechen, das war auf den ersten Blick klar und das Logo der Marke Skoda ?€“ der geflügelte Pfeil war allgegenwärtig. Zuerst besuchten wir das im November 2012 neu eröffnete Skoda Museum. Dort wird die 117-jährige Geschichte des Unternehmens anschaulich und greifbar dargestellt. Vom ersten Fahrrad aus dem Jahr 1895 mit dem die Erfolgsgeschichte begann, über das erste Auto Baujahr 1905 bis hin zum Konzeptcar ?€žVision D?€œ gab es zahlreiche Exponate zu bestaunen.



Nach dem Museumsbesuch gab es für jeden ein stylisches Leibchen und es ging zur Werksbesichtigung.

Insgesamt arbeiten im Stammwerk von Skoda 20.000 Mitarbeiter, die Frauenquote liegt bei 20 % und es befinden sich permanent 1.000 Lehrlinge in Ausbildung. Der Altersdurchschnitt aller Mitarbeiter beträgt 38 Jahre. Das Bruttoeinkommen pro Kopf liegt in Tschechien bei ca. 1.000 ?‚?. Bei der VW-Tochter erhalten die Bandmitarbeiter 1.300 ?‚? und die Techniker 1.800 ?‚?. Beim Kauf eines Neuwagen erhalten alle Werksmitarbeiter 8- 15 % Rabatt oder können jedes Jahr ein Neuwagen für ein Prozent des Bruttolistenpreis mieten. Erste Station auf der Werksbesichtigung war für unsere Besuchergruppe das Werk M6 ?€“ die Motorenfertigung. Hier werden Benzin- und Dieselmotoren nicht nur für Skoda gefertigt, sondern für den kompletten VW-Konzern. Täglich werden in dem Werk in drei Schichten 2.900 Motoren und 2.200 Getriebe gefertigt. Nach dem Werk M6 ging es in das Presswerk M15. Dort stehen die modernsten Pressmaschinen im ganzen VW-Konzern und ähnliche präzise Fertigungsmaschinen gibt es auf der Welt nur noch bei BMW. Aus 1.000 Tonnen Blech werden pro Tag 50.000 Pressteile vom Bodenblech bis zum Dach für diverse Modelle ? gefertigt. 90 % aller Karosserieschwei?Ÿpunkte werden von Robotern gesetzt. Ein Blick in die Endmontage war uns leider vergönnt, da dort bereits die noch nicht veröffentlichten Modelle Skoda Octavia RS und Rapid Sportback produziert werden. Das Werk Mlada Boleslav verlassen 1.800 Fahrzeuge am Tag, darunter der Skoda Fabia, Octavia, Rapid und man höre und staune der Seat Toledo. Dies sei nicht ungewöhnlich ergänzte unser freundlicher Besucherführer. Am Standort Bratislava werden z.B. der Skoda Citigo, VW Up und Seat Mii auf einem Band gefertigt.

Ein eigenes Kraft- und Heizwerk und eine werkseigen Hochschule runden das Bild der tschechischen Autostadt ab und vom Werbeslogan der Marke ?€žSimply Clever?€œ konnte sich jeder selber überzeugen. Auf der Rückfahrt zum Ausgangspunkt unserer Besichtigung erfuhren wir noch, dass silber die beliebteste Farbe bei den Skodakäufern ist, dicht gefolgt von wei?Ÿ und schwarz. Nach fast 3 Stunden interessanter Führung verabschiedete sich unser Betreuer und wir freuten uns auf ein Mittag auf dem Werksgelände, doch bei aller Technik und Planung war die Gastronomie mit mehr als drei Reisegruppen ?€žjust in time?€œ überfordert, so dass wir die Heimreise hungrig aber voller Eindrücke antreten mussten. ? Zum Trost gab es kurz vor der Grenze im Restaurant ?€žCamelot?€œ in Hrádek nad Nisou noch gutes Essen und böhmisches Bier.

Ein gro?Ÿes Dankeschön an Raimund für die Einladung und Organisation ?€“ für alle Autoliebhaber, Skodafreunde und Wirtschaftsjunioren ein echtes Highlight diese Ausfahrt.

falko krüger


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